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Begegnungen
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Artikel der Kategorie November, 2010

Wolfgang Friedrich

November 30, 2010 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

“Nicht gegen das Vergessen mache ich Kunst, sondern ich mache Kunst, um mich selbst damit auseinander zu setzen.”

Wolfgang Klaus Maria Friedrich, wurde in Köln-Ehrenfeld geboren, nach seiner Ausbildung als Maschinenbauer war er zunächst bei einer großen Firma des Sondermaschinenbaus beschäftigt. Seit 1986 ist Friedrich künstlerisch tätig.

Sammlungen seiner Kunst sind u.a. zu finden in der:
– Kunstsammlung des belgischen Staates
– Bank für Sozialwirtschaft AG, Köln
– CORPORATE SOFTWARE & TECHNOLOGIE, München
– D.I.B., München
– Daimler Benz, Niederlassung Wuppertal
– Siemens AG

Friedrichs Einzelausstellungen sind seit 1991 bis heute in verschiedenen Galerien international zu sehen.

Wir trafen Wolfgang Friedrich im EL-DE-Haus, dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln.

© Stadt Köln


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Das EL-DE-Haus ist die bundesweit größte Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus. Es ist nicht nur Gedenk- sondern auch Lern- und Bildungsort, da es verschiedene Funktionen bedient.
Von 1935 bis zum Kriegsende 1945 fungierte das EL-DE-Haus als Zentrale der Geheimen Staatspolizei (Gestapo). Das im Keller gelegene Hausgefängnis dokumentiert in eindrucksvoller Weise den Schrecken der damaligen Zeit.
In zwei Etagen des Hauses wird darüber hinaus die Geschichte Kölns im Nationalsozialismus in einer Dauerausstellung veranschaulicht.

“Von diesem Gestapo-Haus hörte ich das erste Mal von einem Kollegen in der Maschinenbaufirma. Der war im KZ Buchenwald gewesen und hat mir viele Geschichten über die Geheimpolizei erzählt. Danach habe ich anfangen politisch zu arbeiten,” erläutert uns Wolfgang Friedrich, als wir die Kellerräume des EL-DE-Hauses besichtigen.

© Weigand

Es ist nicht der angenehmste Ort, an dem sich grundsätzlich fröhliche Menschen begegnen möchten. Den Räumlichkeiten haftet nach wie vor der Schrecken der Vergangenheit an.
Deshalb war es uns sehr schnell ein großes Bedürfnis diesem Schrecklichen etwas entgegen zu setzen.
So meinte Friedrich grinsend: “Ich bin sehr oft in meinem Leben mit dem Kopf gegen die Wand gerannt, aber die Wiederholung änderte nichts. ”

© Weigand


Wolfgang Friedrich hat in seiner ersten politischen Kunstphase damit begonnen Büßerhemden, die mit Abschiedstexten von Holocaust-Opfern beschriftet waren, herzustellen. Weiß auf weißem Grund.
Das EL-DE-Haus hat er in dieser Zeit sehr häufig besucht und viele Geschichten gelesen und gehört, von Folterungen, Vergewaltigungen und von Schreien, die in diesen Gemäuern ungehört verhallten.

“Man muss hier immer wieder hingehen, es darf nicht vergessen werden. Jede Generation macht neue Fehler.”
Aber als kritischer Künstler sei er auch viel unterwegs.

“Ich wollte nicht immer dasselbe machen. Durch Wiederholung von Wiederholung wird es nicht besser. Das ist nicht schöpferisch.”
So hat er nicht nur über den Holocaust gearbeitet, denn er wollte auch “schöne Bilder” malen.
Und er musste es tun, sagt er.
Er musste Bilder malen, nicht nur für sich, sondern für später.
Bilder, die nicht vom Schrecken erzählen. Bilder, die eine andere Strahlkraft besitzen. Bilder, die ihn länger als für 15 Minuten berühmt machen sollten.

Aber verbogen hat sich der Künstler für den Erfolg nie.
“Was willst Du machen, wenn Du Dich nicht reflektierst? Dann siehst Du Dich nicht selbst, hast Höchstgeschwindigkeit und keiner stoppt Dich,” resümiert Friedrich.

Christian Kerner

November 21, 2010 Von: admin Kategorie: Allgemein, Wirtschaft Noch keine Kommentare →

“Über Arbeit sollte man nicht zu lange nachdenken. Man muss sie einfach tun!”

Christian Kerner ist Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei in Köln. Er ist spezialisiert auf Wirtschafts- und Arbeitsrecht, betreut kleinere und mittelständische Unternehmen und arbeitet zusätzlich als Berater für die Führungskräfteauswahl in einer Bonner Personalberatungsfirma.

Seit vielen Jahren engagiert sich der Jurist ehrenamtlich in verschiedenen Vorständen von Vereinen:
Seit 12 Jahren als Vorstandsmitglied des Kölner Anwaltsverein, seit 5 Jahren in der Vorstandsarbeit des Wirtschaftsclubs Köln und seit 2 Jahren im Vorstand des Colonia Kochkunstverein und Gasteria 1884 e.V.

Da stellt sich uns unweigerlich die Frage: Bleibt bei so viel Arbeit und Engagement noch Zeit für Freizeit und Kultur?
“Klar!” antwortet Kerner, denn der disziplinierte Jurist setzt auf gute Organisation, eine fokussierte Arbeitshaltung und zügige Umsetzung von Aufgaben.
“Wäre ich nicht gut strukturiert, könnte ich diese vielen Aufgaben und Ehrenämter nicht bewältigen.”

Wir trafen Christian Kerner im Kulturquartier am Kölner Neumarkt, Heimstatt des Rautenstrauch-Joest-Museums und des Museums Schnütgen.

© Weigand

© Weigand

Das Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum ist das einzige ethnologische Museum in Nordrhein-Westfalen. Die bedeutende Sammlung beinhaltet Kunst aus Afrika, Amerika, Asien, Indonesien und Ozeanien, 100.000 historische Fotografien, ca. 65.000 Objekte sowie eine Fachbibliothek mit 40.000 Bänden.

Christian Kerner wählte diesen Ort, weil ihn einerseits die architektonische Gestaltung des großen hohen Gebäudes mit der klaren strengen Linienführung fasziniert, er aber auch von der Leidenschaft der Sammler, die einen Großteil ihrer Lebenszeit und ihres Vermögens einsetzten, um viele bedeutsame Exponate zusammenzutragen, beeindruckt ist.

Denn Engagement aber auch Neugierde und Offenheit für Fremdes entspricht auch Kerners persönlicher Haltung:
“Wenn Menschen sich nicht mehr für eine Idee, für einen Zweck engagieren, dann bricht Soziales und Kulturelles zusammen.”

© Weigand

Fremde Kulturen, aber insbesondere die Feinheit der asiatischen gegenüber der westlichen Kultur begeisterten ihn bereits zu Schulzeiten.
“Ich bin kein Asket. An der asiatischen Kultur fasziniert mich das pulsierende Leben und der entspannte Umgang miteinander.”

Das buddhistische Prinzip der Hinwendung zum momentanen Augenblick mit voller Wachheit und ganzer Präsenz auf eine Aufgabe spiegelt sich so auch in Kerners Arbeitshaltung wieder.
Seine Persönlichkeit ist geprägt von Disziplin, Ehrgeiz, aber auch von der Fähigkeit auf Menschen zuzugehen und immer das richtige Gesprächsthema zu finden.

Wie im Kulturquartier die Begegnungen der unterschiedlichen Kulturen, sind Christian Kerner besonders im Ehrenamt die persönlichen Kontakte und Verbindungen sehr wichtig.
“Ich will mich nicht in den Vordergrund stellen, sondern Menschen zusammen führen, die zusammen passen könnten.”

Mary Bauermeister

November 12, 2010 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

“Meine Villa ist ein Märchenreich aus einem Guss. Ich stelle mir die Welt so vor, dass jeder, der etwas hat, es mitbringt und teilt.”

Mary Bauermeister wurde am 7. September 1934 in Frankfurt/Main geboren, lebt und arbeitet in Köln und New York. Ihre Werke sind in allen wichtigen amerikanischen Museen sowie in deutschen und amerikanischen Privatsammlungen vertreten.

Von 1960-62 organisierte sie in ihrem legendären Kölner Atelier in der Lintgasse 28 experimentelle Ausstellungen, Lesungen und Konzerte u.a. mit John Cage, George Brecht, Nam June Paik, Merce Cunningham, Benjamin Patterson und Wolf Vostell.
Diese Etappe der künstlerischen Umorientierung gegenüber anderen Bewegungen in Kunst und Kultur, die später Fluxus genannt wurde, trug erheblich zur Entwicklung der Kunst- und Kulturszene bei.

Große künstlerische Erfolge feierte Bauermeister in New York mit ihren sogenannten Linsenkästen, die in zwei oder drei gläsernen Bildebenen den Betrachter zur genauen Beobachtung anregen.
In New York pflegte sie Freundschaften mit Robert Rauschenberg, Jasper Johns, Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely.

Das Kölner Museum Ludwig erwarb anlässlich ihres 70. Geburtstags ihre 1963 entstandene Wandinstallation Needless needles , andere Arbeiten wie Musicbox (1968), Rotes Magnetbild (1959), Studiofetisch (1970) und Fünf Totenhemden (1963) sind im Schweriner Museum beheimatet.

Ihre aktuelle Ausstellung Welten in einer Schachtel ist noch bis zum 16.01.2011 im Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen zu sehen.

Wir besuchten Mary Bauermeister in ihrer Villa in Forsbach bei Köln.

© Weigand


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Das große Haus mit Park und 150 Jahre altem Buchenwald ist nicht nur Mary Bauermeisters Heimat, sondern bietet in zahlreichen Pavillons und Zimmern vielen jungen Künstlern Unterkunft und Arbeit.
Einmal im Monat treffen – wie vor vierzig Jahren im Kölner Atelier – Kulturmacher, Künstler und Interessierte in dem weitläufigen Anwesen zusammen, um unkonventionell, aber hoch kulturell miteinander zu kommunizieren.

Und dennoch ist Bauermeister dieser Ort so unwichtig und wichtig wie jeder Platz auf der Welt. Nach der Trennung von ihrem Ehemann, dem Komponisten Karlheinz Stockhausen ist er zu ihrer Heimat geworden.
“Eine Partnerschaft ist nicht mehr stimmig, wenn ich nicht mehr das Beste aus dem anderen herausholen kann. Wenn ich merke, ich beflügele den anderen nicht mehr so, dass er über sich heraus wächst, muss ich mich trennen.”
So verbrachte sie mit ihren vier Kindern viele Jahre alleine in diesem Zuhause.
Es war ihr Versuch als Künstlerin ohne Zwang von Partnerschaft zu leben und die Chance der eigenen Intuition zu folgen.

“Ich habe immer Künstler zusammen gebracht. Ich war eine gute Muse, denn ich konnte andere inspirieren. Aber ich war nie eine gute Frau oder Geliebte. Dafür war ich zu eigenwillig.”

Zehn Jahre lang beschäftigte sie sich mit Grenzwissenschaften, Heilung, Symbolen, Farben und deren Energien. Diese Forschung habe sie gelehrt, die geistigen Kräfte, die hinter den Dingen stehen zu berücksichtigen.
“Aber ich huldige diesen Dingen nicht mehr. Wenn irgendwelche Spinner loslegen, weiß ich jetzt in welcher Phase sie gerade sind.”

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Für die Arbeit an einem Buch über Karlheinz Stockhausen ist sie mit Sack und Pack aus der Villa ausgezogen. Nur die wichtigsten persönlichen Sachen sowie Tagebuchnotizen, Briefe und ihre Erinnerungen hat sie mitgenommen, denn:
“In diesem Bollwerk des Matriarchats kann ich keine Verherrlichung über meine große Liebe schreiben.”
Nun lebt sie zurückgezogen in einer kleinen Wohnung in Forsbach.

Dort will sie auch bleiben. “Ich bin gerne die Maitress de Plaisir, aber ich möchte zwischendurch sterben und Rückschau halten.
Ich bin zu neugierig, ich werde nicht mehr so urlange auf der Welt bleiben wollen.”

Das “Märchenreich aus einem Guss” beherbergt Antiquitäten, ein literarisches Antiquariat sowie Kunst von ihr und anderen Künstlern. Nach ihrem Tode soll es von einer Stiftung verwaltet werden, denn für ein Museum sei sie nicht bedeutend genug, meint die bescheidene Künstlerin.

Maxim (The Prodigy)

November 05, 2010 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

“Übermäßige Planung ist eine Garantie dafür, dass du hinterher enttäuscht dastehst. Das lässt das Leben nicht mit sich machen,” sagte Mr. Reality grinsend.
Und so lässig, aber nicht weniger intensiv war schließlich diese Begegnung.

Keith Palmer alias Maxim Reality ist “Master of Ceremonies” (MC) der englischen Band The Prodigy.

The Prodigy wurde Mitte der 1990 Jahre mit Breakbeats in der Elektronischen Tanzmusik populär.
Das Album “The Fat Of The Land” stand 1997 in 22 Ländern auf Platz Eins der Charts und die Titel “Breathe” und “Firestarter” machten als weltweite Chartsstürmer die vier Bandmitglieder in kürzester Zeit zu Millionären.
Im Laufe der Jahre entwickelten The Prodigy ihre eigene Ausdrucksform, die neue Stile wie Drum’n’Bass, Jungle, Big Beat, Trip-Hop sowie Elemente des Alternative und Punk einbezieht.
Ein Großteil des Erfolges der weltbekannten Band beruht auf den energiegeladenen Live-Performances.

Maxim trafen wir auf der ART.FAIR 21, die Messe für aktuelle Kunst in Köln.
Er war Jurymitglied des BLOOM AWARD BY WARSTEINER.

© Weigand

Eigentlich sollte hier ein Gespräch über zeitgenössische Kunst, die BLOOM-Preisträger und die Arbeit in der Jury dargestellt werden, doch Frau Mutschke vergaß angesichts des offenherzigen Charmes des 43jährigen Stars allen kunstbezogenen Text.

Der stoischen Gelassenheit Weigands ist zu verdanken, dass dieser seltene Moment in Bildmaterial umgesetzt werden konnte.

Die stattdessen geführte Konversation unterliegt strengster Geheimhaltung.

Alles andere als wortkarg war die Installation des Schweizer Künstlerduos Glaser/Kunz.

© Weigand

JONATHAN ist eine sog. Cinematographische Skulptur, die mittels digitaler Technik über “Kunst in der Krise” philosophiert und dabei die Frage aufwirft: Wie krank ist der Patient wirklich?

Die Galeristen der Berliner White Square Gallery verrieten uns, dass das “Talking Head” aus Aluminium bestehe, die Töne aus dem Inneren der Skulptur hervorgerufen würden und die Gesichtsprojektion über einen Beamer auf den Beinen des Kranken erfolge.

Staunend schaut und hört der Betrachter.

Aber zurück bleibt die Gewissheit, dass gelungene Kommunikation kein Monolog, sondern ein wechselseitiger Prozess ist.

Gottfried Rüßmann

November 02, 2010 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

“HA Schult, der Aktionskünstler mit der Aura des Außergewöhnlichen, ist unser Dauergast.”

Der Dipl.-Kfm., begann 1988 nach seinem Studium in Köln seine berufliche Laufbahn bei der DEVK-Versicherung.
Die DEVK Versicherungen sind Deutschlands viertgrößter Hausrat-, fünftgrößter Pkw- und sechstgrößter Haftpflichtversicherer. Von der Rating-Agentur Standard & Poor’s wurden sie 2009 nach Finanzstärke-Rating „A+“ (sehr gut) bewertet.

Seit 2003 ist Gottfried Rüßmann Mitglied des Vorstands in mehreren DEVK-Gesellschaften. Er trägt dabei die Ressortverantwortung für die Bereiche Controlling, Rechnungswesen/Steuern sowie Zentrale Services.
Zusätzlich zu seinen Aufgaben in der DEVK übernahm er im Jahr 2001 die Geschäftsführertätigkeit bei der Outcome Unternehmensberatung GmbH.

© Weigand, 2010

Gottfried Rüßmann zeichnet sich verantwortlich für verschiedene Kulturförderprojekte in der DEVK.

Überregionales Aufsehen erregte die DEVK im Zuge der Zusammenarbeit mit dem Kölner Aktionskünstler HA Schult.
Dessen 8 Meter Durchmesser umfassende Weltkugel thront nach vierjährigem Aufenthalt auf der Kölner Severinsbrücke seit Oktober 2000 auf dem Dach des DEVK-Hauptgebäude.
Schult moderiert seit mehreren Jahren für die DEVK in Zusammenarbeit mit dem ÖkoGlobe-Institut der Universität Duisburg-Essen den international anerkannten Umweltpreis ÖkoGlobe.

© Weigand

Rüßmann führte uns in das Atelier des Künstlers Rolf Jahn.

© Weigand, 2010


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Das Atelier Rolf Jahn liegt im Kölner Stadtteil Nippes.
Im Sinne eines “Offenen Ateliers” veranstaltet der Künstler hier regelmäßig Veranstaltungen und Performances.
Jahn arbeitet projektbezogen in verschiedenen sozialen Einrichtungen. Er fördert im Auftrag von Kindergärten und Schulen die künstlerische Frühentwicklung von Kindern sowie in psychiatrischen Kliniken und gemeinnützigen Werkstätten die therapeutischen Prozesse psychisch Kranker.

Rolf Jahn malt in der Tradition von Paul Klee und Jean Dubuffet. Seine fröhlichen, narrativen Bilder entstehen im sogenannten raldystischen Prozess. Dabei entwickelt sich über eine intuitiv aufgetragene kleine Linie in raschen Bewegungen eine vieldeutige Figur.

Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit mit der DEVK war die Idee, den düsteren Innenbereichs des DEVK-Hauptgebäudes mit Kunst zu schmücken und so wurde das Gebäude zunächst über alle Etagen und in allen Bereichen mit über 80 bunten großformatigen Gemälden ausgestattet.
“Wir hatten damit die Hoffnung verbunden, dass das Haus freundlicher wirkt. Und dieser Effekt ist auch entstanden. Man sah Mitarbeiter auf der Rolltreppe lächeln,” erklärte Rüßmann.

Auf die Ausstellung folgte eine Malaktion für Mitarbeiter der DEVK.
An 5 Abenden der Woche, jeweils nach Arbeitsschluss von 16:00 -19:00 Uhr wurde ein Bereich der Kantine zum Atelier umgestaltet.
Ziel der Abende war es, verkrustete Kommunikationsmuster aufzubrechen.
Die Aktion wurde von den Mitarbeitern äußerst rege angenommen. Sie nutzten diese Möglichkeit, um sich mit Künstler und Gleichgesinnten auszutauschen.
“Rolf Jahn will nicht erziehen – das ist der entscheidende Vorteil,” beurteilte Rüßmann das Projekt.
Insgesamt wurden 200 Blätter bemalt, davon 40 gerahmt und im Gebäude aufgehängt.
Das Malprojekt endete mit der freiwilligen Teilnahme an einem Wettbewerb. Eine fünfköpfige Jury, bestehend aus Betriebsrat-, Personalbereichsmitarbeitern, Jahn und Rüssmann kürte 6 Gewinner.

“Die Aktion hat Bedarfe geweckt und es wird nicht die einzige kreative Maßnahme im Hause der DEVK bleiben. Wir planen aktuell ein neues Projekt,” resümiert Rüßmann.