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Horst-Dieter Beyer (Hodibe)

Januar 17, 2011 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

Kunst, Kultur und Wirtschaft, aber vor allem Pferdesport!

Der Gründer des legendären KKW-Treffs, Horst-Dieter Beyer (Hodibe genannt) ist Pferdenarr durch und durch.
1937 wurde der Rennstallbesitzer in Köln-Lindenthal geboren.
Mit seiner Familie lebte er zunächst in Köln-Riehl, in unmittelbarer Nähe des Zoologischen Gartens. Bereits als Kleinkind besuchte Beyer regelmäßig den Zoo, weshalb er zunächst Elefantenwärter werden wollte.
Später zog die Familie ins Bergische Land.
Beyer besuchte das humanistische Gymnasium in Waldbröl, absolvierte eine Lehre als Lebensmittelkaufmann, machte sich aber bereits in den frühen 1950er Jahren selbständig als Hersteller und Importeur von Bettwaren.
Beyers Wunsch Bauer zu werden, stimmte Beyer Senior nicht zu, denn der schrieb religiöse Bücher, spielte sieben Instrumente, beherrschte sechs Sprachen und erwartete mehr vom Junior.

Den Namen Hodibe bekam Beyer an Karneval im Jahre 1971 vom damaligen Geschäftsführer des Kölner Renn-Vereins, Egbert von Schmidt-Pauli verpasst. Schmidt-Pauli fand nicht die passende Anrede. Ein „Sie“ war ihm zu fremd, er mochte Beyer aber auch nicht duzen. Also nannte er ihn Hodibe.

Der Name Hodibe ist bis heute im deutschen Galopprennsport ein fester Begriff und Beyer nannte dann auch sein späteres Unternehmen, einen Handel mit Reit- und Rennsportbedarf aller Art Reitsport Hodibe.
Im nächsten Monat feiert sein Geschäft 40jähriges Bestehen.

© Weigand

Zu den Pferden ist Hodibe Anfang der 1960er Jahre gekommen.
Vor 30 Jahren besaß er noch über 40 Rennpferde, einige waren beim inzwischen verstorbenen Trainer Ferdi Possberg in Neuss untergebracht.
Dem Berufs-Boxer und späteren Leibwächter von Romy Schneider, Anton Dumm (Dummse Tünn) hatte Beyer in den 1970er Jahren sogar ein Pferd geschenkt, weil der noch “eine Box frei hatte.”

Natürlich gibt es nur einen Ort, der für Hodibe von überragender kultureller Bedeutung ist: Die Kölner Galopprennbahn .

© Weigand


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Wir trafen den vergnügten “Pferdegrafen” auf dem Gelände, der 1897 erbauten, ersten Sportanlage der Stadt Köln.

© Weigand

Die englische Parklandschaft mit ihrem teils sehr alten Baumbestand liegt im Kölner Stadtteil Weidenpesch.

Der Entwurf dieser altehrwürdigen Kulisse des deutschen Pferdesports stammt vom Architekt und Landschaftsgestalter Otto March, der zu den engsten Mitarbeitern des legendären Ingenieurs Gustave Eiffel gehörte.

© Weigand

Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die alte Haupttribüne mit ihren gusseisernen Verästelungen an den architektonischen Stil erinnert, der für den berühmten Pariser Eiffel-Turm typisch ist.

Hausherr über das 55 Hektar umfassende Grüngelände ist der
Kölner Renn-Verein 1897 e.V., in dem Beyer natürlich Mitglied ist.
Seit weit über hundert Jahren richtet der traditionsreiche Verein, dem bereits viele Kölner Bankiers, Industrielle und wohlhabende Kaufleute angehörten, die Kölner Galopprennen aus.

Beyer engagiert sich nicht nur für den Pferdesport, sondern auch in diversen Vereinen und Verbänden, die teilweise auch kulturelle Zwecke verfolgen. In der Deutsch-Französisch-Belgischen Gesellschaft Köln e.V. ist er genauso Mitglied wie im spanischen Pondon.
Außerdem ist der selbsterklärte Kulturbanause auf allen interessanten und wichtigen Kulturveranstaltungen Kölns anzutreffen.
Auch seinen KKW-Treff möchte er wenigstens zweimal jährlich weiterführen. Hodibe sucht dafür noch Unterstützung.
Denn “Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit” (Karl Valentin).