auf Kultour mit …

Begegnungen
Subscribe

Artikel der Kategorie Februar, 2011

Lutz Göbelsmann

Februar 07, 2011 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

“Ich erfinde mich immer wieder neu.”

Lutz Göbelsmann gehört zur Riege der Kölner Jung-Galeristen.
Im Herbst 2007 eröffnete er seine Galerie TEAPOT ohne Vorwissen und ohne akademische Ausbildung. Göbelsmann ist Autodidakt.
Nach der Schule übte er unterschiedliche Tätigkeiten aus, arbeitete z.B. als Gastronom, Kunst-, Textil- und Schmuckhändler.

© Weigand

Auf seinen vielen Reisen u.a. durch Afrika und Mittelamerika fotografierte Lutz Göbelsmann alles, was ihm wichtig schien und entdeckte dabei seine Liebe zur Kunstfotografie.
Sein ausgeprägtes Interesse für zeitgenössische Kunst und seine große Sammelleidenschaft machten ihn schließlich zu einem Galeristen, der in der Galerieszene aufzufallen weiß.

“Ich habe nie Kunstgeschichte studiert, in keiner Sammlung oder Galerie gearbeitet und keine kaufmännische Ausbildung absolviert. Ich musste mir alles selbst beibringen.”

Die erste Ausstellung der Galerie TEAPOT eröffnete im Frühjahr 2008 mit Beginn der Weltwirtschaftskrise und erntete viel Anerkennung von unterschiedlichen Institutionen und Presse.
Dem schnellen Einstieg ins Messegeschäft (Art.Fair, Köln/ Art Cologne) folgte Stillstand und Bangen.
Aber Göbelsmann hat nicht aufgegeben, sondern ist den, wie er selbst sagt “langen, harten und steinigen Weg” beharrlich weiter gegangen.
Heute – nach einigen Teilnahmen bei der Viennafair und Volta NY – ist er “langsam dort angekommen”, wo er hin wollte und schreibt mittlerweile “schwarze Zahlen”.

Wir besuchten den Galeristen in seiner Galerie in der Kölner Südstadt. Unter dieser Adresse ist die Galerie TEAPOT nur noch bis Ende Februar zu finden, da Göbelsmann im Frühjahr diesen Jahres neue, größere Räume am Rande des Belgischen Viertels in Köln bezieht.

© Weigand


Größere Kartenansicht

Kontrovers, international und zeitgenössisch ist die Philosophie der Ausstellungen in der Galerie TEAPOT.

© Weigand

Lutz Göbelsmann vertritt internationale Künstler, die aus verschiedenen, der Kunst angrenzenden Bereichen entstammen.
Ganz bewusst verbindet der Galerist unterschiedliche kreative Welten, wie die der Fotografie, der Tättowierkunst oder dem Modedesign miteinander.

Damit hebt sich Göbelsmann gegenüber der traditionellen Galerieszene deutlich ab.

Wenn er Künstler aussucht, entscheidet er nicht nach Schule, Stil oder Herkunft, sondern nach Persönlichkeit.
Einen starken Charakter müssen seine Künstler mitbringen. Sie sollen eigene Wege gehen, dabei selbständig und unabhängig arbeiten.
Quereinsteiger mag er besonders gerne.

“Verträge mache ich keine. Ich vertraue meinen Künstlern,” bemerkt der Galerist.

© Weigand

Göbelsmann beschäftigt sich eingehend mit Kunst, er liest viel, besucht viele Künstler in deren Ateliers und will dabei immer “Neues” sehen.

“Aus dem Nichts heraus entsteht nichts. Einflüsse sind immer enthalten, aber diese müssen nicht aus der Kunst kommen,” stellt Lutz Göbelsmann fest und findet das “Neue” in Material und Inhalt sowie in der besonderen Art der Darstellung.

Auch wenn künstlerische Arbeit immer im Kontext von Weltgeschichte und Politik steht, ist Göbelsmann der Meinung: “Kunst muss sich im Hier und Jetzt abspielen.”
Derzeit hat der Kölner Galerist 13 Künstler im Programm und veranstaltet etwa 7 bis 8 Ausstellungen im Jahr.
In den neuen Räumen in der Herwarthstraße wird Göbelsmann sogar zwei Ausstellungen parallel zeigen können.

Wir sind sicher: Mit dem Umzug wächst nicht nur die Größe der Galerie, sondern auch der Stamm der TEAPOT-Fans und Kunstsammler.