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Dr. Carsten Ludwig Riemer

September 15, 2012 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

Ein zuverlässiger Erzähler

Dr. Carsten Ludwig Riemer , *1966 absolvierte sein Jurastudium in Deutschland, England und in den Niederlanden. Darüber hinaus studierte er Kunstgeschichte in Marburg und Leiden (NL) und promovierte am Max-Planck-Institut für internationales öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg. Als Anwalt ist er in Düsseldorf seit dem Jahr 2000 tätig. Dr. Riemer hat zunächst in verschiedenen Anwaltskanzleien in den Bereichen Gesellschaftsrecht, Wettbewerbs- und Urheberrecht, gewerblicher Rechtsschutz, Europarecht und Unternehmenskauf gearbeitet. Seit 2004 arbeitet er in eigener Kanzlei.


Der Tätigkeitsschwerpunkt der Kanzlei liegt in der rechtlichen Prüfung und Absicherung der branchenüblichen Geschäfte. Hierzu gehört ebenso die Prüfung der Provenienz von Kunstwerken, wie die Zusicherung bestimmter Eigenschaften und der rechtswirksame Erwerb des Eigentums an Kunstwerken.

Neben dem reinen Kunsthandel unterstützt Dr. Riemer Künstler, Galeristen und Unternehmen beim Aufbau von Sammlungen, speziellen Geschäftsformen z.B. auch bei der Kunstförderung im Sinne von CSR (Corporate Social Responsibility) sowie dem Schutz und der Durchsetzung von rechtlichen Ansprüchen. Seinen kunstwissenschaftlichen Hintergrund überträgt Dr. Riemer auf das komplexe Know-how unternehmensrechtlicher Verfahren für die Problemstellungen des Kunsthandels und des Kulturmanagements. In der Kunstbranche gewährleistet er somit ein weit überdurchschnittliches Maß an Professionalität und Sicherheit in Geschäftsbeziehungen.

Wir trafen Dr. Riemer in der Galerie TEAPOT in Köln


“Wir sind alle Glaubende, anscheinend führt kein Weg daran vorbei. Aber die Stimme in unserem Kopf ist die eines unzuverlässigen Erzählers.”

In seiner Einzelausstellung “Unzuverlässiger Erzähler” im TEAPOT präsentiert Ward Shelley sieben neue, detailliert gemalte Diagramme, die von der Geschichte des jüdischen Volkes, über das Heranwachsen der Teenager in der westlichen Kultur, bis hin zur punktgenauen Geschichte des Fluxus erzählen.

Shelley geht davon aus, dass Glaubende von Erzählungen abhängig sind, damit sie sich und die Welt um sich herum erklären können.




Im Zusammenhang zwischen Wort und Bild erklärt sich uns auch, warum diese Ausstellung einen gebürtigen Düsseldorfer nach Köln lockt.
Riemer ist ein bildhafter Denker.
Die lineare Betrachtungsweise in Tabellenform liegt ihm fern.
Riemer denkt wie Ward Shelley in Gedankenlandkarten.
Wenn sich Gedanken – so wie in den Diagrammen Shelleys – frei entfalten, können die Fähigkeiten des Gehirns effektiver genutzt werden.

“Ward Shelley erstellt Wimmelbücher für Erwachsene,” schwärmt Riemer.

In Shelleys Arbeiten gibt es tatsächlich viel zu entdecken:


Jeweils ein Schlüsselbegriff pro Linie oder Gedankenebene, verschiedene Farben für Äste oder Themen, dicker und dünner werdende Zweige, Bildelemente zu den Begriffen, persönliche Codes, die Zusammenhänge und Querverbindungen darstellen.
Jede der Arbeiten ist kreativ und humorvoll.

Da die assoziativen Fähigkeiten unbegrenzt groß sind, kann jedes enthaltene Wort oder Thema Mittelpunkt eines neuen Diagramms werden, erklärt uns der Künstler später.

Ein Diagramm oder ein Thema ist erst dann beendet, wenn sein Autor, bzw. Künstler dies beschließt. Das gilt im übrigen auch für Kinofilme, stellen wir im Gespräch mit Ward Shelley fest.

Ward Shelley (links im Bild)

Und schließlich führt uns unsere Assoziationskette von der Farbe grün zur Filmkunst und zu unseren Lieblingsfilmen. Von Lars von Trier und Nicole Kidman und den Dreharbeiten in Köln, zurück zur Kunst und Kulturförderung in Köln und Düsseldorf.

Für alle, die sich einmal selbst von der assoziativen Kreativität eines Ward Shelleys anstecken lassen möchten:

Die Ausstellung ist noch bis zum 19. Oktober 2012 geöffnet.